Methode

Traumasensible Begleitung

Wir sehen eine traumasensible Begleitung als einen unterstützenden und stärkender Ansatz mit einem tiefen Verständnis dafür, dass vergangene Erfahrungen- insbesondere alte Verletzungen- im Körper und im Nervensystem gespeichert bleiben und sich häufig in Symptomen oder inneren Stress im Hier und Jetzt zeigen. Unsere traumasensible Begleitung ist ein behutsames Vorgehen, bei der keine Konfrontation erzwungen wird, sondern sanft und mit Sensibilität und im eigenen Tempo an belastende Themen herangegangen wird, um Muster zu erkennen, Symptome neu zu betrachten und sie als auch wertvolle Zeichen und Schutzmechanismen anzuerkennen.

Durch Mitgefühl und eine wertschätzende Haltung wollen wir einen Raum schaffen, in dem Sicherheit, innere Ruhe und Selbstregulation möglich sind damit die Vergangenheit nicht verdrängt, sondern auf eine Weise integriert wird, die nicht überfordert, sondern stärkend und entlastend wirkt.

Wir arbeiten unter anderem mit der Anliegenmethode nach der Identitätsorientierten Psychotraumatherapie (IoPt). Diese aufdeckende Anliegenmethode ermöglicht es, tiefere Schichten der eigenen Biografie zu erforschen. Im Zentrum steht die Frage nach der eigenen Identität: Wer bin ich wirklich?  Im Prozess werden unverarbeitete, traumatische Erfahrungen oder unbewusste Prägungen, die im Körper und Unterbewusstsein gespeichert sind, behutsam sichtbar gemacht. Diese Methode hilft, das eigene Leben besser zu verstehen, innere Widersprüche aufzulösen und eine tiefere Verbindung zu sich selbst herzustellen. So entsteht ein Weg zu mehr Selbstbestimmung und innerer Klarheit.

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

(kurz EMDR, auf Deutsch etwa Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen) ist eine von der amerikanischen Literaturwissenschaftlerin und Psychologin Francine Shapiro entwickelte Behandlungsmethode .

EMDR ist eine faszinierende Methode und kann bei allen Formen von belastenden Situationen, z.B. Schmerzen, Prüfungsangst, Blackouts, Trauer, Verlusterlebnisse, Phobien, Verstimmungen, Gefühle der Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche etc. entlastend wirken.

Im Rahmen eines strukturierten Prozesses wird der Betroffene angeleitet kurzzeitig mit der belastenden Situation in Kontakt zu treten. Gleichzeitig wird eine sogenannte bilaterale, bzw. rhytmische Stimulation der Augen oder des Körpers durch Handbewegungen, Töne/ Fingerschnippen, sog. Tapping (kurze Berührungen z.B. des Handrückens) durchgeführt, die einen Informationsverarbeitungsprozess anstößt, so dass der die belastende Situation als weniger bis gar nicht mehr bedrohlich empfindet wird.

Paar- und Beziehungsberatung, Paartherapie

Was ist der Unterschied?

Wir haben uns entschieden, den Begriff „Beziehungsberatung“ zu verwenden, um zu verdeutlichen, dass wir Paare und Menschen in allen Beziehungsformen willkommen heißen. Wir arbeiten mit allen Formen von Beziehungen, egal ob monogan, polyamor, offen oder wenn die Beziehung zu sich selbst gerade im Vordergrund steht.

Wann ist Beziehungsberatung sinnvoll? Immer!

Beziehungsarbeit ist nicht nur in Krisenzeiten sinnvoll, sie kann auch als „Beziehungshygiene“ fungieren, lange bevor sich erste Streitpunkte verhärten und zum Problem für Beziehungen werden. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass Beziehungspartner lernen, sich bewusster einzubringen und dabei mit aufkommenden Konflikten und Herausforderungen besser umzugehen.

Denn Beziehungen, insbesondere Paarbeziehungen sind nicht statisch – sie sind unterschiedlichsten Einflüssen des Lebens ausgesetzt. Auf ein Paar wirken nicht nur aktuelle Herausforderungen ein, sondern auch die Erfahrungen, die jeder Partner in der Herkunftsfamilie gemacht hat. Erlernte Kommunikationsfähigkeiten und Verhaltensweisen haben – meist unbewusst – großen Einfluss auf heutige Beziehungen. Das Leben ist kein langer ruhiger Fluss; es ist gekennzeichnet durch Auf und Abs, Glück und Schmerz, die jeder individuell erfährt und so auch unsere Beziehungen.

Das bedeutet sogar manchmal sich als Partner zu trennen, aber trotzdem Eltern und damit zumindest in dieser Hinsicht „in Beziehung“ zu bleiben, um bestmöglich und im Interesse der Kinder als Eltern da sein zu können.

Konflikte und Krisen in Beziehungen können wir also auch als „Wachstumsschmerzen“ bezeichnen. Erfahren wir diese bewusst und verarbeiten sie, so besteht die Chance, dass unsere Beziehungen intensiver, klarer und verbundener werden.

Wir sehen es als wertvolle Ressource, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn Herausforderungen auftreten. Wir wollen Sie als Paar und als einzelner Mensch auf dem Weg zu harmonischeren Beziehungen und persönlichem Wachstum begleiten und unterstützen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Sie in ihrem Prozess zu begleiten und tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu finden, um so das individuelle und gemeinschaftliche Wachstum zu unterstützen.

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